ß stellt Erscheinen ein

Liebe Leserin,
lieber Leser, 

die vierte ß-Ausgabe ist überfällig – doch es wird sie nicht geben. Denn die finanzielle Wirklichkeit hat ß eingeholt. Zusammen mit dem Herausgeberverein stürzte ich Ende 2011 die Kassen. Die Realität tat weh: Die Einnahmen und Spenden deckten die Ausgaben nur zu einem Bruchteil, so dass der schon pessimistisch aufgestellte Budgetplan für die ersten sechs Ausgaben bei den Einnahmen um die Hälfte unterschritten wurde.

Dass das Geld knapp ist, war schon bei der Gründung von ß klar. Deshalb unterstützt der Verein zur Förderung regionaler Publizistik e.V. ß und versuchte, die Unterstützung von Spendern zu gewinnen. Zum heutigen Zeitpunkt kann der Verein nur feststellen, dass es nicht gelungen ist, Spenderinnen und Spender von der Notwendigkeit einer Zeitschrift für Politik und Kultur im Bezirk in ausreichendem Maße zu überzeugen.

Auch der letzte Versuch ß zu retten scheiterte: Die Redaktion eines großen Tageszeitungsverlags hatte Interesse an einer Kooperation signalisiert – die ersten Gespräche verliefen vielversprechend. Als das Kooperationsansinnen jedoch mit der Vertriebs- und Anzeigenabteilung des Verlags diskutiert wurde, zogen die Planer das Fazit: inhaltlich interessant, aber nicht zu finanzieren.

Gerne hätte ich das Gegenteil bewiesen. Da ich ß aus meinen Taschen finanziert habe und diese Taschen nun leer sind, kann ich diesen Beweis leider nicht mehr antreten. ß war ein Versuch, dessen Finanzierung viel zu früh gescheitert ist.

Eine politische und anspruchsvolle Zeitschrift über Steglitz-Zehlendorf zu verlegen, die die informative Lücke in der Bezirksberichterstattung schließt, war ein Traum von mir. Ja, es war ein Unternehmen, das mit einer gewissen Portion Naivität und Hoffnung startete – wenn jedoch nur solche Ideen umgesetzt werden würden, bei denen der Erfolg zu 100 Prozent sicher wäre, dann wäre die Welt um viele Erfindungen, Errungenschaften und auch einige Zeitschriften ärmer.

Ich bedanke mich für Ihr Interesse und Ihr Vertrauen. Ich wünsche Ihnen Freude an der Bezirkspolitik und -kultur – denn beide bleiben spannend und lohnend. Mischen Sie sich ein, wo Sie nur können!

Ich grüße Sie freundlich

Boris Buchholz

 

PS: Für die Sammler unter Ihnen: Für 5 Euro plus 3 Euro Versand können Sie das ß-Bundle bestehend aus den drei erschienenen Ausgaben und drei ß-Plakaten erstehen. Bestellen Sie unter info@esszett.info

  Cover der ß-Ausgabe #1-2011 > Web

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